Hans Werding
Das Heiljahr



 

Das Heiljahr der kath. Kirche

Der Papst rief das Jahr 2000 zum Heiljahr aus (Lukas 4.18)
Die kath. Kirche hatte es schon mal ausgerufen und
Ablaß erteilt, gegen bare Münze. Martin Luther war voller
Entsetzen über die widerliche Ablasspraxis, weil der
Ablaßhandel dem ausschweifenden Leben im Vatikan diente.

Und der Herr sprach zu Moses (3.M.25,2):
Und ihr sollt das 50. Jahr heiligen und sollt eine Freilassung
ausrufen für alle.
Da sollst du die Posaunen blasen lassen durch das ganze
Land......da soll ein jeder wieder zu seinem Habe kommen.
Da sollen die Schulden erlassen werden, da sollen Gewinn- und
Profitziehen ruhen. (3.Moses 25,11)
Konnte aber jemand seine Schulden nicht bezahlen, dann soll
er frei werden und wieder zu seinem Habe kommen, die
Pfandstücke zurück bekommen. (3. Moses 25 bis 26)
Gebt ihnen sofort zurück ihre Felder, ihre Weinberge,
ihre Häuser,....(Neh. 5,1-12)
So spricht der Herr: Ihr habt nicht auf mich gehört, Freiheit
auszurufen, jeder seinem Nächsten. So rufe ich Freiheit aus,
und das gilt ewig, für das Schwert, die Pest und den Hunger.
(Jer.34,8-17)

   
Im siebten Jahr wenn alle sieben Lampen leuchten,
soll der Schrein geöffnet, die Gesetze öffentlich
vorgelesen und Erlaß gegeben werden.
      
Dies gilt nur zur Information,
damit danach nicht wieder jemand in der Opferrolle Wiedergutmachung fordert.
     
Die Verschuldung der armen Länder wird mit umgerechnet DM 3,6 Bill. angegeben.
Die deutsche Inlandsverschuldung von Unternehmen, Bund, Ländern, Gemeinden
und der Privathaushalte liegt bei ca. DM 8 Bill.
Deshalb währe das Heiljahr nach Moses unsere Chance.
        
Im Heiljahr bittet der Papst um Vergebung
.
  
Beginnend mit dem Antichristen Konstantien d. Gr. seit dem
1. Konziel 325 existiert die römisch kath. Kirche nun 1675 Jahre.
Das war eine Abfolge von Krieg, Elend und Tyranei, mit gewaltsamer
Christianisierung durch Karl d. Gr. bei uns, der Kreuzzüge,
der gnadenlosen Inquisition, oder die Erleuchtung der Prussen,
der Sachsen, der Ureinwohner Amerikas, immer plündernd
und brandmarkend, bis hin zum Antisimetismus.
  
Und jetzt soll der Kniefall eines Papstes die Kirche entlasten?
Mit furchbarer Gewalt hat die Kirche sich ihr riesiges Vermögen
genommen, hat sich Privilegien gesichert in Kompanei mit dem
Adel und nun sollen wir vergeben, während sie weiter den
Nutznieß ziehen und nicht an Rückgabe denken?
Nein, diese Kirche war nie christlich und ist es auch heute nicht.
Immer noch legetimiert sie die Räuberei der Landnahme bei
uns und in Südamerika, die Bodenzins- und Zinseszinszieherei
durch Vor- und Mitmachen.

Wer kennt alle Opfer, wer darf für sie sprechen,
wer darf der Kirche Absolution erteilen?
Und darf die Kirche ein Beispiel dafür sein: wie religiöse Werte
verhöhnt werden, wie grausame Gewalt und Betrug zum Erfolg,
zu außerordentlichem Reichtum, zu Macht und Ansehen führt,
ein Vorbild für die nächsten bleibt.

  
Nein, diese Kirche hat die Legitimation
für ein Fortbestehen verloren.

Zum Beispiel Brasilien

Nur weil die Großgrundbesitzer keinen Supergewinn mehr aus den
Zuckerrohrplantagen ziehen können, werden die Landarbeiter
entlassen, einfach wegrationalisiert. Da seit der Christianisierung
nur alter, kath. europäischer Adel in den Grundbüchern eingetragen
ist, haben die Arbeitslosen da nichts mehr zusuchen.

sao paulo.jpg (28370 Byte)  
Vor der Christianisierung:
Sie hatten eine hohe Kultur,
konnten rechnen, schreiben
und lesen. Ihre Bau- und
Kunstwerke bestaunen
wir heute.
nach der Christianisierung: Fawelas auf den
Müllhalden von Sao Paulo 1983 (Foto: Werding)

11 tausend Jahre sind ihre Ahnen nachweislich in Süd Amerika,
jetzt leben sie in Fawelas, die auf den Müllhalden von Sao Paulo
stehen. Auf den alten Wohn- und Kultstätten ihrer Vorfahren
stehen heute Klöster, Kirchen und Bankhäuser.
Eine Neuverteilung der Besitzverhältnisse wird von der Kirche
nicht ernsthaft verfolgt, weil sie damit die besten Katholiken,
nämlich diesen alten kath. europäischen Adel als Komplizen
verlieren würden, was die "Erleuchtung" und damit
Entchristianisierung in ganz Südamerika zur Folge hätte.

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